In SIDOMO können ab sofort auch Lastschriften gemäß COR1 (Eillastschriften) durchgeführt werden.
Soweit Lastschriften im gemäß COR1 durchgeführt werden sollen, muss in den Nutzerformularen das Lastschriftverfahren auf SEPA-Eillastschrift gesetzt werden. Die Änderung im Nutzerstamm kann über die Massenfunktion Ändern in einem Bearbeitungslauf geändert werden.
Die erzeugten Lastschriften können im Programmteil Zahlungsträger/DTA nach Eillastschriften gefiltert und an die Bank (Bankingsoftware) übergeben werden.
Hinweis:
Wenn Sie die COR1-Option nutzen möchten, ist jedoch zu beachten, dass dies eine Zusatzleistung darstellt und die Kreditinstitute für die Ausführung eine gesonderte Gebühr berechnen können. Zudem ist hierfür ggf. eine separate Inkasso-Vereinbarung mit dem Kreditinstitut notwendig, in der u.a. die Einreichfristen geregelt sind.
Sie sollten sich überlegen, ob Sie die COR1-Option nutzen möchten. Wenn dies der Fall ist, dann sollten Sie sich am besten bei ihrem Kreditinstitut informieren, ob es diese Zusatzoption via EBICS bzw. HBCI anbietet, ob bzw. welche Gebühren bei der Nutzung anfallen und welche exakten Fristen gelten. Darüber hinaus ist für die Nutzung von COR1 noch essenziell, die eigene E-Banking-Software zu überprüfen, ob diese die COR1-Option auch technisch und fachlich unterstützt.
Die im Rahmen der Sondereigentumsverwaltung (SEV) praktizierte Weiterleitung der erhaltenen Mietzahlungen an Eigentümer, WEG und Verwalter kann grundsätzlich über den Nutzer der Z-Ebene abgewickelt werden. Die Netto-Zahlungen an den Eigentümer können sowohl positiv (Ausschüttung, de Miete/NK größer als Hausgeldzahlungen und SEV-Gebühr) als auch negativ (Zuschusszahlung, wenn Einheit nicht vermietet) werden.
SIDOMO ist nun in der Lage die Netto-Zahlung im Rahmen der Staffeländerung zu berechnen und diese im Rahmen der Konsistenzprüfung auf deren korrekte Betragshöhe zu überprüfen. In den gewünschten Objekten muss unter Objekt > Buchhaltung das Konto für die Netto-Zahlungen definiert werden.
1. Definition des Ausschüttungskontos
Unter Objekt > Register Buchhaltung wird das gewünschte Nutzerkonto hinterlegt. Das Konto ist als Nutzer-Unterkonto (i.d.R. 1-9) im Kontenplan anzulegen.
Hinweis:
Nur in Objekten mit hinterlegtem Ausschüttungskonto wird die Funktionalität in der Konsistenzprüfung und Staffeländerung aktiviert!
2. Überwachung in der Konsistenzprüfung (Automatische Sollstellung)
In der Konsistenzprüfung steht der Prüfpunkt Modus Ausschüttung falsch zur Verfügung.
Weicht der Saldo der Nutzerstaffeln im Nutzer der Z-Ebene von denen des Nutzers der M-Ebene ab, so wird dies durch eine Fehlermeldung quittiert.
3. Anpassung und Neuberechnung in der Staffeländerung
Die Berechnung erfolgt ausgehend von den Zahlungsverpflichtungen des Mieters (Nutzer der M-Ebene) wie Miete und NK denen die Zahlungsverpflichtungen des Eigentümers (Nutzer der Z-Ebene) wie Hausgeld, Rücklage, Verwaltergebühr in Abzug gebracht werden.
Der berechnete Betrag (Ausschüttung/Nachschuss) wird dem im Objektstamm unter dem Register Buchhaltung) zugeordneten Ausschüttungskonto zugewiesen.
Beispiel:
Der Eigentümer hat 200,00 € Hausgeld zzgl. 50,00 € Rücklagenbeitrag an die WEG
sowie 20,00 € Verwaltergebühr für Sondereigentum zu leisten. Der Mieter hat 400,00 €
Kaltmiete zzgl. 100,00 € Nebenkosten an den Eigentümer zu leisten.
500,00 € v. Mieter (M-Ebene: Miete & NK)
- 250,00 € an WEG (Z-Ebene: Hausgeld, Rücklagebeitrag, SEV-Gebühr)
- 20,00 € an Verwalter (Z-Ebene: SEV-Gebühr)
------------------------------------
= 230,00 € Ausschüttung
Hinweis:
Berechnungsgrundlage sind ausschließlich die Staffeln zum gewählten Stichtag!
Das neue Modul OP-Management beinhaltet 2 essentielle Funktionen im Rahmen der OP-Verwaltung. Dies umfasst das Ausbuchen von beliebig zusammengesetzten Offenen Posten sowie das Aufteilen von Forderungen im Rahmen von Ratenzahlungsvereinbarungen.
Beide Funktionalitäten bieten über einen separaten Dialog eine Vorschlagsfunktion zum einfachen Generieren von Buchungen.
OP ausbuchen (Vorschlag)
Ausbuchen
Beim Ausbuchen können folgende Vorschlagsvarianten gewählt werden...
•Umbuchung auf einen bestehenden Offenen Posten
•Umbuchung auf einen neuen Offenen Posten
•Umbuchung auf ein Nutzer-Konto
•Umbuchung auf ein Objekt-Konto
OP aufteilen (Vorschlag)
Aufteilen
Beim Aufteilen können folgende Vorschlagsvarianten gewählt werden...
•Reihenfolge/Priorität nach Verhältnis, OP-Datum oder individueller Vorgabe
•Anzahl der Raten oder Betragshöhe der Raten
•Periode (monatlich, quartalsweise usw.)
•Restbetrag auf die letzte Rate aufschlagen bzw. als eigene Rate generieren
Im FiBu-Export können Sollstellungen ausgeschlossen werden. Dadurch werden debitorische Buchungen anstelle mit den Buchungssätzen...
•Debitor an Erlöse und USt. (Sollstellung)
•Bank an Debitor (Zahlungseingang)
nur mit folgendem Buchungssatz übertragen...
•Bank an Erlöse und USt. (Zahlungseingang)
Folgende Schnittstellen unterstützen diese Funktionsweise:
•DATEV (Postversanddaten)
•DATEV (ASCII-Daten)
•IBM
•Lexware
•SIDOMO (allg. Fremdbuchungsschnittstelle)
Hinweis:
Da keine Sollstellungen übertragen werden (diese bilden im Regelfall die Forderung ggü. dem Nutzer), können in der FiBu auch keine debitorischen Auswertungen (bspw. OPOS-Listen) erstellt werden. Das Deaktivieren von Sollstellungen sollte ausschließlich für Mandanten mit Ist-Versteuerung eingesetzt werden!
Für die WEG-Gesamtabrechnung kann nun optional eine detaillierte Auflistung der Abgrenzungsbuchungen und Umbuchungen als Kontoauszug ausgegeben werden.
Diese umfasst folgende Rubriken:
•Buchungen im Zeitraum für ein anderes Wirtschaftsjahr
•Buchungen außerhalb des Zeitraums für das abgerechnete Wirtschaftsjahr (= Spalte vor/nach Zeitraum)
•Umbuchungen und Buchungen über Verrechnungsbankkonten (= Spalte Umbuchungen)
In der Abrechnung einer WEG kann nun innerhalb der Rubrik A. Gesamtabrechnung die detaillierte Zusammensetzung des Vorsaldos sämtlicher Verwaltungsbankkonten zusätzlich ausgegeben werden.
Nach durchgeführten Berechnungslauf führt6 SIDOMO eine Plausibilitätsprüfung durch, die folgende Prüfpunkte berücksichtigt:
•Gesamtabrechnung: Vorratskonten plausibel
•Gesamtabrechnung: Objektsaldo = Banksaldo
•Gesamtabrechnung = Einzelabrechnung
•Vermögensstatus
•Kontrollrechnung
•Differenzen
•Fremdeinnahmen plausibel (nur soweit vorhanden)
Erfolgreich abgearbeitete Prüfpunkte werden mit einem gekennzeichnet.
Weiterhin beinhalten die Prüfpunkte bestimmte Vor-Bedingungen. Um bspw. den Saldo aus der Gesamtabrechnung mit dem der Einzelabrechnung vergleichen zu können, muss die Gesamtabrechnung als Abrechnungsbestandteil aktiviert werden. Ist diese Vor-Bedingung nicht erfüllt, so wird der Prüfpunkt mit gekennzeichnet
Im Umlageplan (siehe Stammdaten > Umlageplan) wurden 3 weitere Varianten zum Steuern eines individuellen Einzelbetrages hinzugefügt, die insbesondere in Gewerbemietverträge Anwendung finden...
•Deckelung auf x % einer bestimmten Mietposition
(Bsp.: "Der Mieter trägt Kosten der Instandhaltung im Verhältnis der Nutzfläche bis zu einem Maximalbetrag i.H.v. 4% der jährlichen Nettokaltmiete")
•Absolutbetrag x % einer bestimmten Mietposition
(Bsp.: "Der Mieter trägt Verwaltungskosten i.H.v. 2% der jährlichen Nettokaltmiete")
•x % des berechneten Einzelbetrages
(Bsp.: "Der Mieter trägt die Kosten für Wartung im Verhältnis der Nutzfläche nur zu 70%.")
Ausweis der individuellen durch Umlageplan definierten Entlastung
Wurden nutzerspezifische Umlagepläne (siehe Stammdaten > Umlageplan) definiert und führen diese zu einer Reduzierung der umgelegten Einzelbeträge, so werden diese in einer separaten Rubrik unterhalb der Berechnungstabelle aufgeführt.
Der Ausweis erfolgt getrennt nach den einzelnen Rubriken für Ausschlüsse, Deckelungen und Minderungen.
Abrechnung: Ausweis bei Nichtanwendung
Darstellung der individuellen Regelung, auch wenn dieser nicht angewendet werden musste (bspw. Deckelung)
Wird eine Deckelung nicht angewendet, da der Deckelbetrag nicht überschritten wurde, so wird die hinterlegte Regel trotzdem unterhalb der jeweiligen Berechnungszeile ausgewiesen.